Staub und Kratzer automatisch aus Fotos entfernen

Ich habe letzens viele Familiendias eingescannt. Normalerweise sollte man die Dias vor dem Einscannen abpinseln oder -blasen, damit sie nicht so staubig eingescannt werden. Ich hatte aber nicht viel Zeit, deshalb habe ich zum Großteil drauf verzichtet. Viele Kratzer und Staubkörner fallen ja der in teureren Scannern integrierten hardwareseitigen Staub- und Kratzerentfernung zum Opfer, aber einige hartnäckige Bilder gibts es dennoch.

Und um die wollte ich mich kümmern. Aber nicht per Stempel- oder Reparierenwerkzeug, sondern möglichst automatisch. Also habe ich mich mal umgesehen, ob es nicht was in dieser Richtung auf dem Softwaremarkt gibt.

Fündig geworden bin ich mit dem Tool „Polaroid Dust & Scratch Removal“, welches zwar nicht mehr direkt bei Polaroid zu bekommen ist, aber dank archive.org noch von dort heruntergeladen werden kann.

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Das Programm erstellt eine Maske, die Informationen zu den erkannten Kratzern enthält und rechnet die Fehler dann aus dem Bild heraus. Man kann die Maske im Vorfeld einschränken, indem man mit dem Maskenwerkzeug einen Bereich eingrenzt. Im Bild oben habe ich das mal gemacht. Das Ergebnis sieht dann so aus:

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Man muss speziell bei diesem Bild zwar schon genauer hinschauen, aber man sieht, dass etliche Kratzer entfernt wurden. Nicht alle, aber die kann man auch im Nachhinein noch entfernen. Das funktioniert zwar nicht vollautomatisch, ist aber trotzem recht schnell. Im Fall von Staub markiert man einfach mit dem Staubpinsel die Körnchen, wie im folgenden Screenshot:

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Danach kann man mittels „Action > Create Mask From Dust Points “ eine Maske aus diesen Bereichen erstellen. Wichtig ist, dass der Halken bei „Adaptive Filtering“ im folgenden Dialog entfernt ist. Wenn die Maske steht, können die Staubkörner entfernt automatisch werden. Das Ergebnis sieht dann bei diesem Bild so aus:

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Für Kratzer gibt es ein ähnliches Werkzeug, mit dem die Kratzer einfach markiert werden können. Hat man sich erstmal eingearbeitet, ist geht das Arbeiten schnell von der Hand.

Polaroid Dust & Scratch Removal“ ist kostenlos, auf englisch und läuft auch unter Windows 7. Es gab sogar eine Version für den Mac und OSX. Die gibts ebenfalls bei archive.org.

Die Entschleierung einer Wette…

Bei „Wetten, dass..?“ am letzten Samstag (27.03.10)  hat der spätere Wettkönig das Publikum verblüfft, weil er aus einem Bild mit 2500 Sternen denjenigen fand, der einen Moment vorher entfernt wurde. Ich möchte mal zeigen, dass das weder Zauberei ist, noch irgendwas damit zu tun hat, wieviele Sterne man sich einprägen kann.

Der Sternenhimmel bestand bei „Wetten, dass..?“ aus zwei aneinander gereihten Bildern, die beide das Selbe zeigten, bis auf den Unterschied, dass ein Stern in einem der beiden Bilder fehlte. Mithilfe des Kreuz- oder Parallelblicks, den man in der Stereofotografie benutzt, um zwei nebeneinander stehende Bilder zu einem Stereobild zu verschmelzen, ist es kein Problem, den fehlenden Stern herauszufinden.

Wer das mal ausprobieren möchte und den Kreuz- oder Parallelblick nicht drauf hat, kann zunächst diese Anleitung verinnerlichen, um diese Sehtechnik zu erlernen. Wer es dann kann, darf sich an diesem Bild versuchen, den fehlenden Stern zu finden:

Hier gibts noch ein Bild und hier nocheins.

Das Bild wurde übrigens mit einem Skript für FixFoto erzeugt, was der Programmautor schnell zusammengebastelt hat.

Wie man sieht, basiert das Ganze auf ganz einfachen physischen Zusammenhängen. Wer das nicht glaubt, schnappt sich das obige Bild, lädt es sich in FixFoto und  drückt anschließend die Taste [A]. Im sich öffnenden Stereodialog einfach links unten „Halbfarbanaglyphe“ einstellen und den roten Punkt suchen. Das ist die Stelle, wo in einem der beiden Bilder der Stern fehlt.

Und wie man Stereofotos macht, die man mit dieser Sehtechnik anschauen kann, habe ich hier mal beschrieben. Ist ganz einfach.

Gerade gelesen…

…dass sich Sony endlich vom Memorystick verabschiedet und künftig nur noch SD-Karten unterstützt. Sie wollen wohl auch selber welche bauen. Wenn diese Memorysticks nicht so schweineteuer gewesen wären, hätte ich mindestens einen anno dunnemal in der 828 gehabt. So war es das Microdrive, für das ich im Jahr 2002 für 1GB immerhin noch 230,- bezahlt habe. Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, wenn man beispielsweise für eine Micro-SD-Karte mit 2GB grad mal 5,- hinlegt. Glücklicherweise ist das Microdrive damals zweimal kaputt gegangen und wurde beim zweiten Mal gegen eine 2GB-Version getauscht, die auch nach fünf Jahren problemlos funktioniert.

Monitor korrekt einstellen, auch ohne Spyder & Co. – Teil 2

Gastbeitrag von Manfred Ritter:
Fotografenmeister – beschäftigt sich mit digitaler Fotografie und Bildbearbeitung. Bietet auch Coaching, Schulungen und Workshops für diesen Bereich an.

In dieser Fortsetzung des Beitrags „Monitor korrekt einstellen, auch ohne Spyder & Co. – Teil 1“ geht es um die Farbabstimmung des Monitors, wenn keine Profilierungs-Hardware vorhanden ist. Auch ohne Spyder und Co. ist es möglich, den Monitor für den Hausgebrauch so einzustellen, daß farbtreue Ergebnisse von Ausbelichtungen und Ausdrucken möglich sind.

Nach der in den Punkten 1 bis 5 des letzten Beitrags besprochenen Helligkeits- und Kontrasteinstellungen geht es hier weiter mit…

Teil 2 – Farbabstimmung des Monitors

1. Referenzbild auswählen

Für die Farbabstimmung ist ein Referenzbild nötig, das in ausreichender Größe als Farb-Referenz dienen kann. Dazu lässt man am besten eine Referenzdatei bei einem Belichtungsdienst auf echtes Fotopapier ausbelichten. Die meisten Geräte sind nämlich deutlich präziser eingestellt, als der heimische Drucker.

Am besten gönnt man sich eine ausreichende Größe, auf der man dann zur Regelung des Monitor-Farbgleichgewichts genügend erkennen kann. Ich rate zu 20×30 cm, mindestens aber 13×18 cm. Viele Ausbelichter bieten schon fertig ausbelichtete Referenzbilder an, zu denen sie dann die passende Datei mitliefern.

Der Photoindustrie-Verband e.V. und CIPHO – Chemieverband Imaging und Photo e.V. in der Karlstrasse 19-21 in 60329 Frankfurt am Main, in dem die meisten Laborgeräte- und Papierhersteller Mitglied sind, hat ein Testset entwickelt, das viele Labore nutzen.

DQ-Tool Monitor Reference file

Ich darf die nötigen Dateien des “Digital Quality Tools” hier zum Download bereitstellen und bedanke mich herzlich dafür.

Dieses Testprint wird von vielen Laborbetreibern auf Anforderung fertig ausbelichtet verschickt. Wer die Datei selber ausbelichten lassen will, dem habe ich diese Datei im Bildformat 13×18 in 300 DPI bereitgestellt.
DQ-Tool Monitor Reference File

Für alle, die’s größer benötigen, habe ich eine Datei für das Bildformat 20×30 vorbereitet, die ebenfalls heruntergeladen werden und zum Ausbelichten geschickt werden kann.

Eine der beiden obigen Dateien sollte fertig ausbelichtet vorliegen, ehe die weiteren Schritte gegangen werden können.

Besitzer von Widescreen-Monitoren sei geraten, die große 20×30 cm-Datei belichten zu lassen, weil ich dafür ein für das Seitenverhältnis solcher Monitore optimiertes Monitortestbild gebaut habe.

Wer sein eigenes Testbild ausbelichten lassen will, sucht sich am besten einen Anbieter aus, der Profile für seinen Belichter zur Verfügung stellt. Die Geräte dieser Anbieter sind üblicherweise sehr gut und farbneutral eingestellt.

Ich lasse meine Testprints immer bei meinem Stammbelichter ausbelichten, weil der sowohl Druckerprofile für seine Maschinen, als auch Belichterformate für FixFoto anbietet, auf das ich mich in meiner Belichter-FAQ beziehe.

2. Testprint zum Ausbelichten schicken

Bitte die Belichter-Druckprofile, so vom Anbieter angeboten, für das Testprint keinesfalls selber in die Testdatei einbinden. Die Testdateien sollten unverändert zum Ausbelichten geschickt werden.Die oft angebotene automatische Optimierung des Belichters sollte ausgeschaltet werden. Bei guten Belichtern lässt sich die automatische Optimierung in der Bestellsoftware abwählen. Wird die Testdatei persönlich im Labor abgegeben, bitte nicht vergessen, den Laboranten auf das Abschalten der automatischen Optimierung hinzuweisen.

3. Referenzbilder für den Monitor

Erst wenn das ausbelichtete Testprint vorliegt, können die weiteren Monitoreinstellungen vorgenommen werden! Dafür wird eine Monitor-Referenzdatei benötigt, die den gleichen Inhalt hat, wie das ausbelichtete Testprint.

DQ-Tool Monitor Reference file
Referenzbild für DQ-Tool (für Monitore mit 1280 x 1024)

Das obige Monitor-Referenzbild für das DQ-Tool ist im Seitenverhältnis der Standardmonitore (1280 x 1024 Pixel) angelegt.

Es enthält im unteren Teil auch ein Testfeld, mit dem das Monitor-Gamma nochmals überprüft und gegebenenfalls angepasst werden kann. Bitte dieses Feld nur im 1:1-Modus (das Bild wird in 100% Größe dargestellt) verwenden.

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Für das 20×30-Testbild habe ich die Monitor-Referenzdatei im Widescreen-Seitenverhältnis (1680 x 1050 Pixel) angelegt. Auch hier gilt für die Beurteilung des Monitor-Gamma die Vorgabe der 100%-Einstellung.

4. Farbgleichgewicht des Monitors einstellen

Anhand der entsprechenden Felder in den Monitor-Testbildern können vor dem Farbabgleich auch Helligkeit und Kontrast nochmals überprüft werden. Jetzt muß das Farbgleichgewicht des Monitors händisch so eingestellt werden, daß die Farben und Grautöne der Monitoranzeige möglichst genau mit denen des Testbildes übereinstimmen. Die grauen Bereiche des Monitor-Testbildes müssen nun neutralgrau erscheinen. Für den Abgleich des Farbgleichgewichts kann, falls vorhanden, auch noch zusätzlich eine Graukarte herangezogen werden.Bitte unbedingt darauf achten, daß das ausbelichtete Testbild bei neutraler, gleichmäßiger und tageslichtähnlicher Beleuchtung betrachtet wird. Die besten Ergebnisse bringt ein künstliches Raumlicht von Tageslichtleuchtkörpern, wie im vorigen Beitrag beschrieben.

Weitere Infos und Hilfen habe ich auch dort gefunden.

Für eine realistische Monitordarstellung muß deshalb zuletzt noch, falls möglich, die Farbsättigung ein wenig reduziert werden.

5.  Achtung Stolpersteine!

Was zu beachten ist und aus technischen Gründen nicht optimal angepasst werden kann: Ausbelichter arbeiten mit subtraktivem Farbsystem (die drei übereinander gedruckten Grundfarben ergeben Schwarz), während der Monitor additiv darstellt (drei übereinander angezeigte Grundfarben ergeben Weiß).Das bedeutet in der Praxis, daß die ‚Lichtfarben‘ die der Monitor darstellt, auf einem Farbbild nicht erreicht werden können. Alle am Monitor leuchtenden, reinen Grundfarben lassen sich im Farbbild nicht darstellen. Da hilft auch keine Monitor-Kalibrierung.

Tintenstrahldrucker gleichen dieses Manko oft mit zusätzlichen, leuchtenden Farben (Canon) oder optischen Aufhellern in den Tinten aus. Deshalb erscheint ein Tintenstrahl-Bild meistens leuchtender als ein Foto-Abzug. Beim Foto-Abzug sind die Farben dafür natürlicher. Reine Farben, zum Beispiel die eines Firmenlogos, lassen sich meist nur auf Tintenstrahldruckern relativ farbexakt darstellen.


Der Hobby-Bildbearbeiter sollte jetzt, falls er den beschriebenen Weg verfolgt hat, sowohl bei der Bildbearbeitung, als auch mit dem ausbelichteten oder mit dem heimischen Drucker ausgedruckten Bild auf gute, mindestens aber brauchbare Ergebnisse kommen. Werden Bilder zum Ausbelichten gegeben, sollte dann grundsätzlich die automatische Bildoptimierung des Belichters abgewählt werden, um wiederholbare Ergebnisse zu erhalten.

Wer seine Bilder im Web veröffentlicht, sich besondere Mühe bei der Optimierung gegeben hat, wird sich vielleicht fragen, welche Möglichkeiten bestehen, den fremden Betrachter der wunderbar optimierten Galerie zu unterstützen und einem optimalen Betrachtungserlebnis zu verhelfen. Diesem Thema will ich mich demnächst in einem extra Beitrag widmen. Bis dahin wünsche ich viel Spaß bei der Bildbearbeitung und viele schöne, bunte Bilder.

Windows Live Fotogalerie 2009 Beta

Ich hab ja vor rund einem Jahr schonmal über die Live Fotogalerie geschrieben, die damals noch Beta war. Zwischendurch war sie dann nicht mehr Beta, sondern wurde ganz normal über das Windows Live-Paket verteilt.

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Jetzt gibts wieder eine Beta, die ich mal ausprobiert habe. Im Gegensatz zu Vorversion hat Microsoft die Oberfläche überarbeitet, alles wirkt irgendwie leichter. Nicht so überladen, wie beispielsweise auch Picasa. Natürlich ist der Funktionsumfang im Gegensatz zu diesem auch geringer, aber die für mich wichtigen Funktionen, wie die Unterstützung für IPTC-Keywords ist in der Live Fotogalerie besser umgesetzt.

Eine neue Funktion, die ich noch nicht weiter ausprobiert habe, ist die automatische Gesichtserkennung. So wird es wohl ausreichen, ein Gesicht einmal mit einer Person zu verknüpfen, damit die Software diese Person dann künftig auf den Fotos erkennt. Ist ja mal ein interessanter Ansatz, um den Inhalt von Bildern automatisch zu bestimmen.

Die Diashow (und der Bildschirmschoner) kann immer noch keine Kreuzblende (weiche Überblendung) von zwei Fotos. Immerhin müssen die Bilder nicht mehr zwingend in die an die Live-Serie angeschlossene Live-Spaces-Bildergalerie geladen werden, sondern es gibt auch Plugins für verschiedene andere Dienste, wie beispielsweise flickr, facebook, youtube, smugmug und andere. Panoramen kann ein eingebautes Programm erzeigen, was aber keine Einstellmöglichkeiten zulässt.

Fazit: Insgesamt sind die Änderungen eher zurückhaltend ausgefallen, wer aber nur Bilder verwalten möchte und keinen Schnickschnack braucht, ist mit der Live Fotogalerie gut beraten.

Monitor korrekt einstellen, auch ohne Spyder & Co. – Teil 1

Gastbeitrag von Manfred Ritter:
Fotografenmeister – beschäftigt sich mit digitaler Fotografie und Bildbearbeitung. Bietet auch Coaching, Schulungen und Workshops für diesen Bereich an.

Oft wundert sich der Anwender, wenn er mit viel Mühe mittels FixFoto oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm ein Bild optimiert hat und es anschließend, zum Beispiel als ausbelichtetes Farbbild völlig anders aussieht, als auf dem Monitor.

Das liegt oft daran, daß der Monitor ohne Anpassungen in den Werkseinstellungen einfach nur angeschlossen und benutzt wird. Oft sind die Herstellereinstellungen für die Bildbearbeitung vollkommen ungeeignet. Wie man das selbst, auch ohne große Investition in ein Profilierungssystem (wie dem Spyder) ändern kann, will ich hier nochmal Schritt für Schritt erklären.

Teil 1 – Helligkeit und Kontrast

Ein professionell kalibrierter und profilierter Monitor ist dann unerlässlich, um zum Beispiel für die Zusammenarbeit mit Druckereien (die im CMYK-Farbraum arbeiten) wiederholbare, abgestimmte Ergebnisse zu erreichen. Auch dann, wenn Bilddateien zwischen Benutzern ausgetauscht und in einen profilierten Workflow eingebunden werden sollen, ist die Monitorprofilierung zwingend nötig. Hier sollte, neben einem guten Monitor, unbedingt in Profilierungs-Hardware investiert und die Monitordarstellung damit optimiert werden.

Für alle anderen, die üblicherweise im sRGB-Modus arbeiten, also auch Digital-Drucke, etc., ist eine hardwaremäßige Monitorkalibrierung im Normalfall nicht zwingend nötig. Es genügt, den Monitor visuell von Hand möglichst gut einzustellen. Im sRGB-Modus arbeitet zum Beispiel das Windowsbetriebssystem, die Ausbelichter, die meisten Scanner, Drucker und sonstigen Windows-kompatiblen Zusatzgeräte und auch die meisten guten Monitore. Auch FixFoto arbeitet im sRGB-Modus, kann aber zusätzlich mit hardwareprofilierten Monitorprofilen umgehen.

Wie sollte man nun vorgehen, wenn man keine Kalibrierungssoftware besitzt?

1. Für konstante Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz sorgen

Es sollte keine Beleuchtung unmittelbar auf die Displayfläche des Monitors scheinen. Der Raum sollte möglichst abgedunkelt werden, die Lichtverhältnisse sollten sich den Tag über so wenig wie möglich ändern. Eventuell auch das Display mit schwarzer Pappe oder entsprechender Haube abschatten. Die Arbeitsfläche mit tageslichtähnlichem Licht ausleuchten.

2. sRGB-Modus im Monitor einstellen

Unterstützt der Monitor den sRGB-Modus, sollte dieser in den Monitor-Grundeinstellungen als Standardeinstellung vorgewählt werden. Das Bild könnte dann deutlich wärmer (gelblicher) erscheinen, als mit den voreingestellten Werkseinstellungen. Das ist normal und gewollt. Das Auge des Benutzers gewöhnt sich automatisch daran, also kein Grund zur Panik. Ansonsten wird für den Start am besten ein Bildschirm-Modus mit ca. 6000 oder 6500 K ausgewählt.

3. Kontrast am Monitor voreinstellen

Bei den meisten Röhrenmonitoren sollte als Basis zu Anfang der Kontrast erst einmal auf 100%, bei modernen Flachbild-Monitoren eventuell zwischen 50 und 100% eingestellt werden.

4. Testbild im Bildbearbeitungsprogramm öffnen

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Für größere Ansicht klicken!

In der Bildbearbeitung (nicht im Browser!) das Bildschirmkontrast-Testbild öffnen und möglichst in der Ganzbildschirm-Ansicht anzeigen.

5. Helligkeit & Kontrast justieren

Helligkeit so eindrehen, daß sich beim Bildschirmkontrast-Testbild die beiden Kamera-Piktogramme in der jeweils weißen und schwarzen Fläche eben noch gut vom jeweiligen Hintergrund abheben.

Unter den beiden Kamera-Piktogrammen sind auf jeder Seite drei Zahlenreihen zu lesen. In der weißen Hälfte von unten nach oben 230-230.230, dann 250-250-250 und zuletzt direkt unter dem Kamerapiktogramm 253-253-253. Auf der schwarzen Seite sind die drei Zahlenreihen gleich aufgebaut und enthalten von unten nach oben 060-060-060, 020-020-020 und 010-010-010. Es handelt sich dabei um die RGB-Werte der jeweiligen Grautöne.

Jetzt muß der Kontrast am Monitor in Verbindung mit der Helligkeit wechselweise so eingeregelt werden, daß sich möglichst alle drei Zeilen gerade noch sichtbar vom Hintergrund abheben. Wer in der weißen Hälfte jetzt noch die 253-253-253 und in der rechten Hälfte 010-010-010 sieht, kann sich zu einem sehr guten Monitor gratulieren. Wer nur jeweils zwei Zeilen sieht, kann noch gut Bilder bearbeiten. Wer nur je eine oder auch gar keine der je drei Zeilen sieht, sollte in einen neuen Monitor investieren, wenn damit Bilder bearbeitet werden sollen.

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Die in der obigen Abbildung rot gekennzeichneten Bereiche müssen jetzt weiß, die cyan gekenzeichneten Bereiche schwarz erscheinen. Jetzt sind Helligkeit und Kontrast für die Bildbearbeitung ausreichend gut eingestellt.

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Standard für Stereobilder?

Wie golem schreibt, hat die CIPA – eine Vereinigung japanischer Kamerahersteller – ein Whitepaper veröffentlicht, was festlegen soll, welche Informationen in den Stereoausgangsbildern festgelegt werden sollen. Ich fände es hilfreicher, jegliche Kameras oder auch nur bestimmte mit einer Synchronisationsschnittstelle auszustatten, damit auch zwei Kameras direkt synchron ausgelöst werden können, ohne jedesmal einen tierischen Hermann betreiben zu müssen.

Lust und Frust beim Fotografieren

Jeder, der sich schon länger mit dem Fotografieren beschäftigt, kennt das Phänomen und ich beschreibs mal aus meiner Sicht:

Ich hab irgendwann vor zehn Jahren oder so eher beiläufig mit dem Fotografieren angefangen. Selbst die banalsten Gegenstände musste ich fotografieren. Die Bilder, die dabei rauskamen waren nicht schlecht, sondern es waren durchaus einige richtig gute dabei. Selbst Freunde und Bekannte waren begeistert und lobten meine Bilder in den Himmel. Ich war angesport, richtig gute Bilder zu machen und habe irgendwann angefangen, mich mit den Grundlagen zu befassen.

Und dann gings los: Plötzlich waren meine Bilder doch nicht mehr so toll, wie am Anfang, sondern ich hatte das Gefühl, nur noch Müll zu produzieren. Die anderen, die konnten das viel besser! Irgendwann aber kam ich zu dem Punkt, wo ich mir vor dem Auslösen überlegt habe, ob es das Bild wert ist, was ich gerade machen wollte. Stimmt der Ausschnitt, ist alles im goldenen Schnitt, sind Vorder-, Mittel- und Hintergrund drauf, ist das Bild gerade? Die Zahl der geschossenen Bilder pro Fotosession wurden weniger. Waren es anfangs noch über 200, brachte ich jetzt immer rund 50 mit heim. Oder ich sortierte nicht mehr drei Viertel aller Bilder aus, sondern nur noch ein Viertel.

Jetzt war ich an einem Punkt, wo das Fotografieren Spaß gemacht hat und ich recht zufrieden mit den Ergebnissen war. Das ging eine ganze Weile so. Irgendwann hatte ich alles aus der näheren Umgebung fotografiert oder ich hatte zumindest das Gefühl, dass ich es getan hätte und es begann wieder langweilig zu werden und die Quailität der Aufnahmen ging auch wieder in den Keller.Trotzdem waren Freunde und Bekannte jedesmal erstaunt, wie toll meine Bilder wären. Dann kam mir der Verdacht, dass diese Leute nicht wirklich Ahnung von der Fotografie haben. Ich meine, sie kennen nicht die ganzen Grundlagen udn worauf man achten muss, um ein gutes Bild zu produzieren! Man könnte ihnen ein völlig schiefes, verwackeltes und sonstwie missratenes Bild hinhalten und sie fändens trotzdem toll. Da springt wohl der „Das Bild ist schlecht, aber wie sag ichs meinem Kinde?“-Filter rein? Oder aber sie wissens wirklich nicht.

So, also wiedermal gabs ein Loch und ich redete mir ein, dass die neue Kamera, sowieso bessere Bilder macht, als die alte. Also gespart und auf die neue Kameras gewartet, aber nicht mehr fotografiert, weil es mit der alten ja sowieso nicht bringt. Außerdem rauscht sie zu stark und ist nicht wirklich zu gebrauchen. Ich bin mir sicher, dass sich jeder Mensch diesen Unfug hervorragend einreden kann und dann völlig davon überzeugt ist. Geht mir ja auch so. 😉

Irgendwann war die neue Kamera da und dann gings los: Neue Kamera lernen. Am Anfang gabs nur schlechte Bilder, bis ich die Kamera einigermaßen im Griff hatte. Und es kamen wieder schöne Bilder raus und ich war mit mir zufrieden. Und dann sah ich eine Sendung im Fernsehen, wo Fotografen ihre Bilder beschreiben und mir fiel auf, dass mich das Streben nach dem perfekten Bild nur von der Sache selbst ablenkt. Momentan hab ich den Eindruck, dass es einzig darauf ankommt, was ich mit dem Bild aussagen möchte. Dabei ist die Kamera nur Mittel zum Zweck und nicht die heilige Kuh, zu der sie in den verschiedenen Foren immer von denen gemacht wird, die es nicht wirklich begreifen. Ich habe momentan den Eindruck, dass es interessanter ist, sich ein Thema auszudenken und dann gezielt dafür Bilder zu machen. Ich kenne ja mittlerweile die grundsätzlichen Regeln, also kann ich sie auch bewusst brechen. Letztendlich ergibt dann die Sammlung aller Bilder ein großes Ganzes, bei dem das einzelne Bild eine eher untergeodnete Rolle spielt.

Also, wem es ähnlich geht, gebt die Hoffnung nicht auf, seht das Ganze etwas lockerer und lest diesen Artikel von Martin Gommel. Denn es ist – zumindest bei den Meisten – nur ein Hobby und das sollte Spaß machen. Und achtet nicht so viel drauf, was andere in den zahllosen Foren und Communities zu euren Bildern sagen. Wenn euch eure Bilder gefallen, gut so. Es wird sicher irgenwann wieder der Punkt kommen, wo ihr sie hinterfragt. Aber für den Moment ist es gut, wie es ist.

Möchtet ihr aber trotzdem wissen, wie euer Bild auf andere wirkt und ihr könnt auch mit konstruktiver Kritik umgehen (was viele nicht können), dann meldet euch im nfac-forum an! Dort gibts meiner Meinung nach noch wirklich gute Meinungen zu den Bildern. Und das sage ich nicht, weil ich der Webmaster dort bin, sondern weil mir das Konzept sehr gut gefällt.

K10D mit PDA fernsteuern

Nachdem ich seit einigen Tagen eine Pentax K10D mein Eigentum nenne, kam sehr schnell der Wunsch auf, die Kamera fernbedienen zu können. An meiner alten 828er Sony hatte ich extra eine Funkfernbedienung, aber die funktioniert an der Pentax natürlich nicht.

Also warum nicht den PDA mit seiner IR-Schnittstelle dafür verwenden? Ich habe sowieso vor, ihn wegen dem eingebauten GPS-Empfänger immer mitzunehmen, wenn ich auf die Fotopirsch gehe. Also hab ich ein wenig im Netz gesucht und bin im DigitalFotoNetz (seines Zeichens ein Pentaxforum) fündig geworden.

Mit der Software „Pentax Remote“ lassen sich sämtliche Pentax-DSLR-Kameras via Windows Mobile 2003-kompatiblen PDAs (mit ARM-CPU) ansteuern. Das Programm unterstützt die normale Auslösung, den Bulbmodus – wobei hier auch die Zeit eingegeben werden kann, wie lange der Verschluß geöffnet sein soll – und Intervallaufnahmen. Nur die Suche nach dem richtigen Port gestaltet sich unter Umständen etwas schwierig. Bei meinem Yakumo alpha GPS liegt der richtige IR-Port auf Com 3 und die ActiveSync-Verbindung muss ausgeschaltet sein.

RAW-Dateien herunterladen

Auf rawsamples.ch kann sich der interessierte Anwender oder Programmierer eine Vielzahl an Rohdaten verschiedenener Kameras herunterladen. Ziel dieser Seite ist das Bereitsstellen sätmlicher RAW-Dateien aller am Markt verfügbaren Kameras. Daher ist Mitmachen angesagt.