SVG-Dateien im Explorer anzeigen

Wer mit SVG-Dateien hantiert, hat unter Windows das Problem, dass es keine Vorschau gibt, wenn die Dateien als „Große Symbole“ oder „Extra große Symbole“ angezeigt werden. Abhilfe schafft hier die SVG Viewer Extension for Windows Explorer. Sie nutzt den Internet Explorer, der SVG-Dateien schon seit Jahren anzeigen kann, um für jede Datei ein Vorschaubild zu erstellen.

SVG-Dateien mit Vorschau

Sehr praktisch das Ganze auch für alle, die um den Explorer normalerweise einen großen Bogen machen und einen anderen Dateimanager einsetzen. Denn die „Datei öffnen“- und „Datei speichern unter“-Dialoge nutzen auch den Windows-Explorer.

Standardprogramme unter Windows 10 (1607) ändern – So funktioniert´s endlich

Mindestens seit Windows 10 Version 1607 lassen sich die Standardprogramme wie Browser oder Bildbetrachter nicht mehr über die neuen Windowseinstellungen ändern. Man kann sie dort zwar auswählen, aber übernommen wird nichts. Auch ein Zurücksetzen auf die Standardoptionen bringt nix.

Hinweis:
Diese Anleitung funktioniert ab Windows 10 – 1709 nicht mehr. Um zu überprüfen, welche Windowsversion installiert ist, einfach die Starttaste drücken, „winver“ eingeben und Enter drücken.

Das Internet ist voll von Anfragen dazu, einzig die Lösung ist kaum zu finden. Ich habe sie dennoch ausfindig gemacht und schreibe sie hier nochmal auf. Vielleicht hilft sie ja dem einen oder anderen.

Als erstes muss die alte, von Windows 7 oder älteren Windowsversionen bekannte Systemsteuerung aufgerufen werden. Ich mache das unter Windows 10 immer über einen Rechtsklick auf das Windowssymbol und wähle danach „Systemsteuerung„:

In der Systemsteuerung wähle ich den dann Punkt „Standardprogramme“ aus:

02_standardprogramme_waehlen

In der folgenden Ansicht muss ich nochmals auf „Standardprogramme festlegen„:

03_standardprogramme_festlegen

Nun kann ich  links aus der Liste das Programm auswählen, das ich als Standard setzen möchte. In diesem Beispiel will ich den Firefox als Standardbrowser setzen. Also klicke ich ihn links in der Liste an, danach wähle ich „Dieses Programm als Standard festlegen„:

04_standardprogramm_bestaetigen

Direkt darauf wird der Browser auch in den Einstellungen von Windows 10 bei „Standard-Apps“ angezeigt:

05_standard-festgelegt

Das ist die schnellste Lösung. Falls ich dem Programm nur eine Dateiendung oder einem Protokoll zuordnen will, klicke ich oben auf „Standards für dieses Programm auswählen„. Das geht schneller, als die allgemeine Auswahl nach Dateitypen zu nutzen, die oben im dritten Screenshot auswählbar ist.

Sprachumschaltung unter Windows deaktivieren

Im Techniktagebuch lese ich gerade, dass es auch andere stört, dass Windows hin- und wieder die Sprache umstellt. Drückt man nämlich die [Umsch] und die [Alt]-Taste gleichzeitig (oder unter Windows 8 auch die [Win + Leer]), wechselt Windows zur nächsten Sprache, meist Englisch.

Im oben verlinkten Beitrag wird eine Lösung bei Heise verlinkt, die aber so in Windows 8 bzw. 8.1 nicht mehr funktioniert. Ich habe mal für Windows 8.1 rausgesucht, wie es nun funktioniert. Und weiter unten stelle ich noch eine Lösung mit und für Autohotkey vor.

Sprachumschaltung in Windows 8.1 entfernen

Alternativ kann man die Sprachumschaltung auch direkt in der Systemsteuerung abschalten. Das ist allerdings etwas schwierig zu finden, sodass ich es auch jetzt erst entdeckt habe:

1. Systemsteuerung öffnen

2. „Sprache“ auswählen

3. Links auf „Erweiterte Einstellungen“ klicken

4. In etwa in der Mitte bei „Wechseln der Eingabemethode“ den Haken bei (1) setzen:

eingabemethode

5. Danach auf „Abkürzungstasten der Sprachleiste verändern“ (2) klicken.

6. Im Dialog „Textdienste und Eingabesprachen“ unten auf „Tastenkombination ändern …“

tastenkombi

7. Im Dialog „Tastenkombination ändern“ oben alle beide Spalten auf „Nicht zugewiesen“ setzen.

8. Dialog mit „OK“ verlassen

9. Im Dialog „Textdienste und Eingabesprachen“ jetzt auch die Registerkarte „Sprachenleiste“ wechseln und den Haken bei „Ausblenden“ setzen. Damit verschwindet auch das „DEU“-Symbol aus der Taskleiste neben der Uhr:

sprachleiste

10. Diesen Dialog mit „OK“ verlassen und das Gleiche mit den „Erweiterten Einstellungen“ machen.

Sprachumschaltung mit Autohotkey deaktivieren

Wer viel auf anderen Rechnern unterwegs ist und nicht jedesmal diese Einstellungen durchhecheln will, kann sich auch ein Autohotkeyscript bauen. Mit diesen Zeilen wird die Umschaltung deaktiviert, allerdings bleibt das Symbol in der Taskleiste erhalten.

LShift & LAlt::SendPlay {Space} 
LAlt & LShift::SendPlay {Space}
#Space::SendPlay {Space}

Die erste Zeile fängt [Umsch + Alt] ab und sendet stattdessen ein Leerzeichen, das nur Autohotkeyintern verwendet, aber nicht dargestellt wird. Die zweite Zeile fängt die umgekehrte Kombination, nämlich [Alt + Umsch], ab. Die dritte Zeile schließlich sorgt dafür, dass [Win + Leer] oder [Leer + Win] unter Windows 8 nicht mehr funktioniert.

Die Erde als Desktophintergrund

Ich wechsle relativ oft das Hintegrundbild des Windowsdesktops, obwohl ich es den ganzen Tag nicht sehe. Daher bin ich immer wieder auf der Suche nach schönen Hintergrundbildern.

Gestern bin ich auf das Tool DesktopEarth gestoßen, dass die Weltkugel mit aktueller Tag/Nachtansicht auf den Desktop bringt:

desktopearth

Dabei wird das Bild in regelmäßigen Abständen aktualisiert, sodass man immer sieht, wie die Tag-/Nachtverteilung ist. Das geht von stündlich hinunter bis zur Aktualisierung aller einer Minute. Wer will, kann auch die aktuelle Wolkensituation einblenden.

desktopearth_einstellungen

Verschiedene Darstellungsarten und die Möglichkeit, den Bildausschnitt zu wählen, runden das kostenlose Programm ab, dass es momentan nur für Windows gibt. Versionen für OS X und Android sind in Planung, der Entwickler bittet um eine Spende.

Die Daten basieren übrigens auf den Blue Marble Next Generation– und Visible Earth-Projekten der NASA. Das generierte Hintergrundbild ist mit 33 Megapixeln auch für 4K-Monitore geeignet.

WSCC bündelt alle Sysinternal- und Nirsoft-Tools

Wer oft an seinem oder anderen Windowsrechnern herumschraubt, wird sicher die Tools von Sysinternals oder Nirsoft kennen. Recht bekannt ist beispielsweise Autoruns (aus der Sysinternals Suite), das alle möglichen Programme auflistet und beenden kann, die mit Windows gestartet werden. Und von Nirsoft ist besonders in Total Commanderkreisen ShellExView beliebt, das alle Einträge listet und entfernen kann, die sich in den Kontextmenüs des Windowsexplorers breit machen und manchmal den Total Commander behindern.

Beide Entwickler haben außer diesen Programmen eine Vielzahl an weiteren Tools entwickelt, die auf die eine oder andere Weise hilfreich sind. Nir Sofer (von Nirsoft) ist dabei mit über 200 Programmen besonders produktiv. Damit man (insbesondere unterwegs) immer das passende Tool zur Hand hat gibt es das Programm WSCC (= Windows System Control Center), das alle rund 280 Programme beider Entwickler unter einem Dach bzw. auf der Festplatte oder dem USB-Stick bündelt.

wscc

WSCC sortiert die Programme nach Quellen und Kategorien. Auch auf dem Zielrechner installierte Systemtools und Dienste von Windows werden aufgelistet. Damit man im Wust der Programme nicht die Übersicht verliert, lassen sich häufig benutze Anwendungen als Favorit markieren. Dazu wird einfach mit der rechten Maustaste vorn aufs Programmsymbol geklickt und der Punkt „Add to Favorites“ gewählt. Auch eine Suchfunktion sorgt für schnelle Funde, wenn der Name des Tools bekannt ist.

WSCC beinhaltet außerdem einen Updater, der nach neuen Programmen oder aktualisierten Versionen sucht und diese mit in die Sammlung intergriert. WSCC ist kostenlos und natürlich auch als portable Version erhältlich. Nach der Installation (oder dem Entpacken) werden alle Sysinternals- und Nirsoftprogramme heruntergeladen. Mit allen Tools ist das Paket rund 60 MB groß.

Windows 8 – Selbstständiges Aufwachen aus dem Energiesparmodus verhindern

Normalerweise fahre ich abends meinen Rechner nicht komplett herunter, sondern versetze ihn in den Energiesparmodus. Dann kann ich ihn morgens mit einem Klick auf eine Maustaste wieder starten und er ist innerhalb ein paar Sekunden wieder startbereit.

Ein Phänomen hat mir längere Zeit Kopfzerbrechen bereitet. Meistens blieb der Rechner aus, manchmal aber war er schon eingeschaltet, wenn ich früh ins Büro kam. Da ich aber gern Strom sparen möchte, habe ich ewig gesucht und sogar eine Einstellung im BIOS gesetzt (die nicht geholfen hat), bis mir die bestechend einfache Lösung letztens einfach so über den Weg lief.

Hintergrund:
Windows kann einen Rechner, der sich im Energiesparmodus befindet, selbstständig starten, um wichtige Aufgaben zu erledigen.

Und so gehts:

  1. [Win]-Taste drücken und energie eingeben
  2. Rechts Einstellungen auswählen und dann links den Punkt Energiesparplan bearbeiten wählen
  3. Im gleichnamigen Dialog auf Erweiterte Energieeinstellungen ändern klicken:
    Windows 8 - Passwörter abschalten - Energiesparplan ändern
  4. Im Dialog Energieoptionen bei Energie sparen den Eintrag Zeitgeber zur Aktivierung zulassen auf Deaktiviert stellen:
    windows_8_zeitgeber_ausschalten

Das ist alles. Seit dem Ändern dieser Option bleibt mein Rechner auch Nachts zuverlässig ausgeschaltet.

Handschrifterkennung unter Windows 7 aktivieren

Wer ein Grafiktablett sein Eigen nennt, kann unter Windows 7 die Handschrifterkennung einschalten. Das ist ein kleines Fenster, mit dem man schnell etwas schreiben kann und Windows übersetzt das dann in lesbare Schrift. Das Eingabefeld sieht so aus:

Windows 7 - Eingabebereich für Tabletts

Leider wird diese Erkennung standardmäßig nicht aktiviert, wenn ein Tablett installiert wird. Man kann sie aber ganz einfach nachinstallieren:

  1. [Win] drücken und “Programme und Funktionen” eingeben
  2. [Enter] drücken
  3. links auf “Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren” klicken
  4. Im folgenden Dialog einen Haken an “Tablet-PC Komponenten” machen

Windows 7 - Tablet PC-Komponenten aktivieren

Nachdem die Komponenten nachinstalliert und der Rechner neu gestartet wurde, guckt oben links am Bildschirmrand das Eingabefeld raus, sobald der Stift das Tablett berührt (oder in die Nähe dessen kommt).

Menüs schlagen rechts an

Wenn man als Rechtshänder ein Tablet bedient, kann es vorkommen, dass Windows (oder der Tablet-Treiber – so genau konnte ich das nicht herausfinden) die Seite, an der die Menüs in den Programmen anschlagen, vertauscht. Das nervt, weil man ja gewohnt ist, dass die Menüs links angeschlagen sind und nach rechts aufklappen. Wenn Untermenüs aufklappen, finde ich das besonders verwirrend.

Tablet PC-Einstellungen - Anschlag der Menüs

Um das wieder zurechtzurücken, einfach folgende Schritte ausführen:

  1. [Win] drücken und “Tablet PC-Einstellungen” eingeben
  2. [Enter] drücken
  3. Im folgenden Dialog einen Haken bei “Linkshändig – Menüs werden rechts neben Ihrer Hand angezeigt” machen

Windows 7 - Menüs linksbündig anzeigen

Übrigens funktioniert die Handschriftenerkennung unter Windows 7 hervorragend. Selbst meine Sauklaue erkennt sie regelmäßig, aber sie kann auch an die eigene Handschrift gewöhnt werden.

Neuer Besitzer für mehrere Dateien unter Windows Vista, 7 und 8

Vor einiger Zeit musste ich mein Windows 7 neu aufsetzen. Durch die Neuinstallation kam ich nicht mehr an alle Dateien heran, die auf den Platten verstreut lagen, weil sich der Besitzer geändert hat. Wie Tobias in den Kommentaren schreibt, liegt das daran, dass Windows beim Erstellen eines Benutzers (z.B. beim Installieren) eine einmalige ID vergibt, anhand deren die Benutzerrechte festgelegt werden können. Da diese ID aus Zufallszahlen erstellt wird, ist sie natürlich nach einer Neuinstallation anders.

Jedenfalls äußerte sich das Problem mit einer Meldung: „Auf diese Datei kann nicht zugegriffen werden“. Oder so ähnlich. Um das zu beheben geht man folgendermaßen vor:

  • Rechtsklick auf die Datei im Windows Explorer oder anderem Dateimanager
  • Eigenschaften“ wählen
  • Auf den Reiter „Sicherheit“ wechseln
  • Schaltfläche „Bearbeiten“ anklicken
  • Hinzufügen…“ klicken
  • Eigenen Benutzernamen eingeben und „OK“ klicken
  • Im vorherigen Dialog („Berechtigungen für …„) den neuen Benutzer anklicken und unten einen Haken bei „Vollzugriff“ setzen
  • Dialog mit „OK“ verlassen
  • Eigenschaftendialog mit „OK“ verlassen

Für einzelne Dateien geht diese Vorgehensweise schonmal, nur was machen, wenn man den Besitzer von richtig vielen Dateien ändern will? Der Weg über die Ordnereigenschaften geht nicht, weil dort der entsprechende Reiter fehlt.

Mit dem Tool „pcwMyRights“ der PC-Welt-Redaktion, kann man den aktuell angemeldeten Benutzer auf alle markierten Dateien eines Ordners anwenden. Das spart schonmal eine Menge Arbeit. Und so gehts:

  • Die Zip-Datei in einen Ordner der Wahl entpacken
  • Für Windows Vista, 7 und 8 auf die Datei „pcwMyRights_Vista.reg“ doppelt anklicken
  • Die Meldung des Registrierungseditors mit „Ja“ bestätigen

Nach der nächsten Meldung ist das Tool installiert und kann nun folgendermaßen benutzt werden:

  • Alle gewünschten Dateien im Ordner markieren
  • [Umsch]-Taste gedrückt halten und dann die rechte Maustaste zusätzlich anklicken
  • Besitz übernehmen“ anklicken

Jetzt wird der Besitzer für jede Datei einzeln geändert. Dazu kommt für jede Datei die Warnung der Benutzerkontensteuerung. Wer das umgehen möchte, muss den Windows Explorer oder seinen Dateimanager als Admin starten.

Windows zeitgesteuert ausschalten

Unter Windowx XP habe ich meinen Rechner seinerzeit mit dem Programm Ruhe! zeitgesteuert ausschalten können. Seit Vista lief es nicht mehr richtig, d.h. es musste jedesmal als Admin gestartet werden, weil es seine Daten im Programmverzeichnis ablegt. Seit gestern habe ich ein neues Tool:

shutter

Ich habe mir gleich mal die Betaversion heruntergeladen und entpackt. Man kann ein oder mehrere Ereignisse festlegen, die eintreten müssen, damit eine oder mehrere Aktionen ausgelöst werden. Das muss nicht unbedingt das Herunterfahren des Rechners sein. Man könnte beispielsweise auch ein Verzeichnis überwachen, was bei einer bestimmten Größe einen Alarm auslöst. Die Aktionen können als Presets gespeichert und so später wieder schnell aufgerufen werden. Es gibt auch ein Webinterface, mit dem man den entsprechenden Rechner per Netzwerk steuern kann. Das Programm ist für nichtkommerzielle Zwecke kostenlos und auf englisch erhältlich.