Internetradio mit StreamWriter kostenlos aufnehmen

Wer Lieder aus dem Internetradio aufnehmen will, stößt bei der Suche meist nur auf kostenpflichtige Programme. Einige nutzen auch den No23-Rekorder, der jedoch nicht mehr überall funktioniert. Mit dem kostenlosen streamWriter gibts eine Alternative, die mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen ist.

streamwriter
StreamWriter: Programmfenster

Alle Lieder eines Radiostreams aufnehmen

StreamWriter kennt im Wesentlichen zwei Aufnahmemodi. Der erste nimmt permanent das laufende Programm von einem oder mehreren Radiosendern auf und legt die Lieder einzeln und mit den richtigen Metadaten versehen in ein Verzeichnis der Wahl auf der Festplatte auf.  Wer nur bestimmte Sendungen (z.B. Hörspiele) aufnehmen möchte, kann diese Aufnahmen auch zeitlich planen. Dies geschieht pro Radiostream und kann mehrere — auch wiederkehrende — Termine beinhalten. Eine umfangreiche Radiodatenbank hilft bei der Suche nach dem gewünschten Sender.

Einzelne Lieder aufnehmen

Im zweiten Modus speichert streamWriter nur die Lieder, die vorher über die Titelsuche gesucht und in die Wunschliste aufgenommen wurden.

Streamwriter: Titelsuche
Streamwriter: Titelsuche

streamWriter beobachtet dann mehrere Radiosender und schneidet dann den Titel mit, wenn er gesendet wird und streamWriter läuft.  Das ist ganz praktisch, wenn nur bestimmte Lieder gesucht werden, kann allerdings auch ein paar Tage dauern, bis das Lied gesendet wird, falls es eher selten ist. Schneller gehts machmal, wenn der Titel mit verschiedenen Schreibweisen in der Wunschliste steht.

Um viele Titel in die Wunschliste einzutragen, können sie auch zunächst in einer Textdatei erfasst werden, die später über das Kontextmenü der Wunschliste in selbige importiert werden kann. Pro Zeile sollte ein Lied in dieser Syntax stehen: Interpret – Titel

Sonstige Funktionen

Die automatische Titelerstellung funktioniert in der Regel sehr gut. Das hängt aber in erster Linie davon ab, wie gut der Radiosender die einzelnen Lieder beim Senden vertaggt. Falls das mal nicht funktionieren sollte, können die Lieder in streamWriter auch im Nachhinein rudimentär bearbeitet werden.

Streamwriter eignet sich auch als Abspieler. Entweder um einen Onlinestream einfach zu hören oder um die gespeicherten Lieder abzuspielen.  Das Programm kann umfangreich konfiguriert werden. So lassen sich z.B. die Speicherpfade und Dateinamen individuell anpassen (abhängig vom Aufnahmemodus oder für jeden Stream einzeln) oder die Bandbreite beschränken, um noch Bandbreite zum Surfen zur Verfügung zu haben. Werbung im Stream kann übersprungen werden, ebenso wie das Umkodieren in andere Audioformate.

Wie oben geschrieben ist streamWriter kostenlos, auf englisch, deutsch, polnisch, russisch und spanisch erhältlich, kann installiert oder portabel eingesetzt werden. Wer mag, kann dem Autor etwas spenden. Demnächst soll es auch eine neue Version geben.

Update vom 21.08.2018

Offensichtlich wurde die StreamWriter-Website eingestellt und damit ist auch der Download dahin. Weil das Internet aber nichts vergisst, kann StreamWriter weiterhin via archive.org heruntergeladen werden.

Spotify: Erfolgreiches Downgrade auf ältere Version

Mit jeder neuen Version des Desktopclients von Spotify habe ich das Gefühl, das der Funktionsumfang kleiner und die Bedienbarkeit schlechter wird. Der Umstieg auf die schwarze Version hat mir schon nicht behagt, weil ich sie zu eintönig fand und die Bedienelemente immer größer wurden. Letztens ist mir aufgefallen, dass es keinen Verlauf der bereits gehörten Titel mehr gibt und auch die Spaltenbreite nicht mehr verändert werden kann.

spotify_old

In der furchtbar unübersichtlichen Spotifycommuntiy bin ich auf eine Lösung gestoßen, wie man eine ältere Version installieren kann, die sich auch nicht auf eine neuere Version aktualisert.  Die folgende Anleitung gilt für Windows.

  1. Die aktuelle Version deinstallieren
  2. Eine alte Spotifyversion herunterladen (bei funktioniert die 0.9.0.133 ganz gut)
  3. In folgendes Verzeichnis wechseln:
    c:\users\[username]\appdata\roaming\spotify
  4. Dort zwei 0-Byte-Dateien (Spotify_new.exe und Spotify_new.exe.sig) anlegen — mit dem Notepad geht das ganz gut — und mit einem Schreibschutz versehen (Falls die Dateien bereits existieren, vorher löschen)
  5. Neue, alte Version von Spotify starten, Anmeldung ausführen und das Programm konfigurieren
  6. Sicherheitshalber vor dem ersten Hören das Programm neustarten (dann werden die Einstellungen ganz sicher gespeichert)

Übrigens, die Apps, die Spotify aus den neueren Versionen rausgeschmissen hatte, sind in der alten Versionen noch immer verfügbar und sie funktionieren auch noch. Und es ist wieder möglich, Lieblingslieder per Stern zu taggen.

MusicBee – eine echte Alternative zu iTunes

Vor ein paar Monaten ist leider mein heißgeliebter iPod kaputt gegangen. Da es ihn in der Classicausführung offiziell nicht neu gibt und die noch vorhandenen Geräte zu astronomische Preisen verkauft werden, habe ich mich vom System iPod verabschiedet und war dementsprechend auf der Suche nach einer alternativen Musikverwaltung.

Nun gibt es ja auf dem Sektor der Musikverwaltungprogramme nicht wirklich große Auswahl und iTunes war schon eines der schönsten Programme (und hat bei mir immer einwandfrei funktioniert). Auch an die neuere Coveransicht, die das einzelne Album beim Abspielen aufklappt, hatte ich mich gewöhnt. Das Auge isst ja schließlich auch beim Musikhören mit. 🙂

Gelandet bin ich letztlich bei MusicBee, einer kostenlosen Musikverwaltung, die von Features nur so strotzt und mir alles bietet, was ich brauche.

Musicbee-Standard

Das Programm lässt sich wahnsinning umfangreich konfigurieren (anfangs ist das etwas verwirrend), es unterstützt Skins und auch die spezielle Coveransicht. Mit dem Lunaskin gibt es einen, der es wie iTunes aussehen lässt, sodass ich in den ersten Tagen und Wochen der Nutzung zumindest die gewohnte Oberfläche beibehalten konnte.

Musicbee
MusicBee mit Skin „Luna“ und der Coveransicht

MusicBee kann unter anderem CDs rippen und brennen, Duplikate finden und Titel in andere Formate konvertieren. Wobei die Konvertierungseinstellungen an tragbare Audioplayer gekoppelt werden können, um auf dem Smartphone oder MP3-Player durch höhere Kompression Platz zu sparen. Ein ähnliches Feature gibts übrigens auch in iTunes.

Playlisten

Es können verschachtelte Playlisten angelegt werden, wobei die Playlistenordner selbst keine Titel (wie bei iTunes) aufnehmen können. Dynamische Playlisten sind natürlich auch möglich, wobei es hier mehr Einstellungsmöglichkeiten gibt, als in iTunes.

MusicBee-Autoplayliste

Musik, Hörbücher, Podcasts etc…

Wie in iTunes werden auch in MusicBee Hörbücher, Podcasts, die Musik, Video und Radio in eigenen Rubriken abgelegt. Das sorgt für eine klarere Trennung und schnelleren Zugriff auf die verschiedenen Bereiche.

MusicBee-Bereiche

Neue Musik hinzufügen

Ein cooles Feature hier ist der Neuzugang. Um dessen Funktion zu beschreiben muss ich etwas weiter ausholen.

Bei iTunes war es immer so, dass neue Musik, die man sich nur mal eben kurz anhören, aber nicht unbedingt in der Bibliothek haben wollte, trotzdem automatisch der Bibliothek hinzugefügt wurde.  Hatte man später die Titel auf der Festplatte gelöscht, war es immer schwierig die fehlenden Musikstücke aus der iTunesbibliothek zu entfernen.

Bei MusicBee ist es nun so, dass alles, was im Neuzugang landet, noch nicht der Bibliothek selbst hinzugefügt wird. Man kann sich die Lieder zunächst mal anhören und aussortieren. Erst wenn man sie aus dem Neuzugang in die Bibliothek verschiebt, landen sie auch wirklich dort (und im dortigen Dateisystem). Sehr praktisch ist, dass man einen Ordner auf der Festplatte festgelegen kann, der permanent nach neuer Musik durchsucht wird und gefundene Titel automatisch in den Neuzugang legt. Dazu hier die EInstellungsmöglichkeiten:

MusicBee_Ueberwachter-Ordner

MP3-Player befüllen

Wie ich oben schon angedeutet habe, kann MusicBee auch MP3-Player verwalten. Es erkennt jedes einmal am Rechner angestöpselte Gerät und kann es auf verschiedenem Wege befüllen. So kann man eine Playlist festlegen, die nach dem Verbinden mit dem MP3-Player automatisch synchronisiert wird. Oder – falls genug Platz vorhanden ist — kann auch die komplette Musik auf dem Player landen. Wahlweise kann sie stärker komprimiert werden, um auf dem Gerät Platz zu sparen. Welche Einstellungen möglich sind, zeigt der folgende Screenshot:

MusicBee-Einstellungen-MP3-Player

Darüberhinaus kann MusikBee noch sehr viel mehr (z.B. zahlreiche Informationen zum abgespielten Titel anzeigen — auch Lyrics), aber das könnt ihr selbst rausfinden. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem Programm. Nun fehlt nur noch ein passender MP3-Player (vielleicht wirds ein Fiio X1), denn auf Dauer ist mir das Smartphone dafür nichts.

MusicBee ist kostenlos und nur für Windows.

 

Eigenen Syncserver auch bei aktueller Firefoxversion nutzen

Vor einiger Zeit hatte ich ja mal beschrieben, wie man Lesezeichen, Passwörter, Addons, etc. in älteren FireFoxversionen (bis 29) und Pale Moon über den eigenen Server synchronisieren kann.

Nun hat Mozilla vor einiger Zeit mit dem FireFox 29 eine neue Syncfunktion eingebaut, die es nicht mehr ermöglichte, einen eigenen Server anzugeben. Zwar soll dies in Zukunft wieder möglich sein, aber das ist ein sehr dehnbarer Begriff, zudem man sie Synchronierung jetzt benötigt und nicht erst in einer unbestimmten Zukunft. Mozilla hat die alte Synchroniserungsmöglichkeit aber nicht entfernt, sondern nur sehr gut versteckt. Sie lässt sich aber relativ einfach wieder einschalten, wenn man weiß wie.

Dazu einfach nach „about:config“ wechseln und dort einen neuen Eintrag vom Typ „String“ mit dem Namen „services.sync.username“ anlegen und als Wert irgendwas eintragen. Nach einem Neustart von FireFox verschwindet der grüne Sync-Eintrag aus dem Hauptmenü und über „Einstellungen > Sync“ kann der Browser mit dem eigenen Syncserver verbunden werden.

links: Sync-Einstellung im normalen FireFox - rechts: Sync-Einstellung nach Hinzuügen des Schlüssels
links: Sync-Einstellung im normalen FireFox – rechts: Sync-Einstellung nach Hinzufügen des Schlüssels

Aber Achtung: Wenn dort beim Einrichten einmal der falsche Link angeklickt wird, dann muss die ganze Prozedur wiederholt werden.

Leider funktioniert dieser Trick nicht mit dem FireFox für Android. Wer seine Lesezeichen auch auf dem Androidsmartphone oder -tablet dort nutzen will, greift zum Pale Moon für Android nutzen, mit dem die alte Syncmöglichkeit nach wie vor geht und der ein Fork von FireFox für Android darstellt.

Natürlich weiß niemand, ob Mozilla diese Syncmöglichkeit auch künftig noch unterstützt, egal, was sie jetzt sagen. Drauf verlassen würde ich mich nicht, aber solange es keine wirklichen Alternativen gibt, ist das so schon ok.

[via]

Sprachumschaltung unter Windows deaktivieren

Im Techniktagebuch lese ich gerade, dass es auch andere stört, dass Windows hin- und wieder die Sprache umstellt. Drückt man nämlich die [Umsch] und die [Alt]-Taste gleichzeitig (oder unter Windows 8 auch die [Win + Leer]), wechselt Windows zur nächsten Sprache, meist Englisch.

Im oben verlinkten Beitrag wird eine Lösung bei Heise verlinkt, die aber so in Windows 8 bzw. 8.1 nicht mehr funktioniert. Ich habe mal für Windows 8.1 rausgesucht, wie es nun funktioniert. Und weiter unten stelle ich noch eine Lösung mit und für Autohotkey vor.

Sprachumschaltung in Windows 8.1 entfernen

Alternativ kann man die Sprachumschaltung auch direkt in der Systemsteuerung abschalten. Das ist allerdings etwas schwierig zu finden, sodass ich es auch jetzt erst entdeckt habe:

1. Systemsteuerung öffnen

2. „Sprache“ auswählen

3. Links auf „Erweiterte Einstellungen“ klicken

4. In etwa in der Mitte bei „Wechseln der Eingabemethode“ den Haken bei (1) setzen:

eingabemethode

5. Danach auf „Abkürzungstasten der Sprachleiste verändern“ (2) klicken.

6. Im Dialog „Textdienste und Eingabesprachen“ unten auf „Tastenkombination ändern …“

tastenkombi

7. Im Dialog „Tastenkombination ändern“ oben alle beide Spalten auf „Nicht zugewiesen“ setzen.

8. Dialog mit „OK“ verlassen

9. Im Dialog „Textdienste und Eingabesprachen“ jetzt auch die Registerkarte „Sprachenleiste“ wechseln und den Haken bei „Ausblenden“ setzen. Damit verschwindet auch das „DEU“-Symbol aus der Taskleiste neben der Uhr:

sprachleiste

10. Diesen Dialog mit „OK“ verlassen und das Gleiche mit den „Erweiterten Einstellungen“ machen.

Sprachumschaltung mit Autohotkey deaktivieren

Wer viel auf anderen Rechnern unterwegs ist und nicht jedesmal diese Einstellungen durchhecheln will, kann sich auch ein Autohotkeyscript bauen. Mit diesen Zeilen wird die Umschaltung deaktiviert, allerdings bleibt das Symbol in der Taskleiste erhalten.

LShift & LAlt::SendPlay {Space} 
LAlt & LShift::SendPlay {Space}
#Space::SendPlay {Space}

Die erste Zeile fängt [Umsch + Alt] ab und sendet stattdessen ein Leerzeichen, das nur Autohotkeyintern verwendet, aber nicht dargestellt wird. Die zweite Zeile fängt die umgekehrte Kombination, nämlich [Alt + Umsch], ab. Die dritte Zeile schließlich sorgt dafür, dass [Win + Leer] oder [Leer + Win] unter Windows 8 nicht mehr funktioniert.

Hurra: Endlich eine Lesezeichensidebar für den Chrome

Ja, ich gebe es zu: Ich nutze seit Neuestem wieder den Chrome. Und bisher immer mit der Option im Hinterkopf, doch wieder zurück zu FireFox oder Pale Moon zu wechseln, weil es bis dato keine Lesezeichensidebar gab.

Doch eben habe ich nochmal nachgeschaut und nun bin ich glücklich. Denn mit der Erweiterung Tiny Sidebar lassen sich nun auch die Lesezeichen, die History und ein paar andere Dinge in einer Sidebar anzeigen:

TinySidebarAddon

Im Grund handelt es sich dabei um ein eigenes Fenster, das je nach Einstellung links oder rechts vom Browserfenster angezeigt wird. Dabei ist es immer an die obere und linke bzw. rechte Seite des Browserfensters gekoppelt.

In den Einstellungen der Erweiterung können vielfältige Dinge konfiguriert werden. Beispielsweise, ob nur die Lesezeichen angezeigt werden sollen oder auch der Verlauf, ein Notizblock, die Liste aller geöffneten Tabs, die Wikipedia, alle Links der aktuellen Seite oder gar eine eigene Seite. Der Hintergrund der Sidebar kann ebenso geändert werden, wie auch die Schriftart, -größe und -farbe. Und etwas, das ich ebenfalls sehr vermisst habe, nämlich dass die Links aus der Sidebar im neuen Tab geöffnet werden sollen.

Mit Tiny Sidebar ist das Arbeiten mit dem Chrome nun für mich um einiges angenehmer geworden. Jetzt fehlt mir nur noch die Möglichkeit, Eingaben aus der Adresszeile immer im neuen Tab zu öffnen, ohne jedesmal explizit die [Alt]-Taste zur drücken. Vielleicht weiß ja jemand Rat?

PaleMoon gibts nun auch für Android (Beta)

Seit ich Ende Mai vom FireFox auf den PaleMoon umgestiegen bin, hat mich nur gestört, dass ich keine Möglichkeit hatte, meine Lesezeichen und Passwörter auch auf dem Tablet synchron halten zu können. Ich hatte mich schon fast damit abgefunden, doch noch den neuen Firefox mit seiner neuen Synchronisierung zu benutzen.

Trotzdem sträubte ich mich innerlich dagegen, die Daten (und seien sie auch so unwichtig) nun doch wieder bei einer externen Firma abzuladen, wo ich doch gerade eine Möglichkeit gefunden hatte, sie daheim liegen zu haben.

Dann habe ich vor wenigen Tagen die Beta des PaleMoon für Android entdeckt, die auch auf den Quellen des Firefox basiert, aber die alte Synchronisation unterstützt. Also gleich mal installiert und im Großen und Ganzen funktioniert das ganz gut. Hier mal ein Screenshot (mit passendem Theme):

PaleMoonAndroid

Wie auch der FireFox für Android unterstützt der PaleMoon dessen Addons (auch die für die Desktopvariante). Also lassen sich z.B. die üblichen Werbeblocker installieren, um das Surfen auch auf dem Tablet oder Smartphone erträglich zu machen.

Dass der PaleMoon auf einer älteren FireFoxversion basiert, merkt man an der etwas anderen Anordnung des Menüs. Deutsch kann er auch nicht, die Installation des deutschen Sprachpaketes, dass auf der PaleMoon-Homepage angeboten wird, wird abgebrochen.

Aber im großen und Ganzen funktioniert er recht gut und ich habe sogar das Gefühl, dass er nicht solche Verzögerungen hat, wie sie der FireFox für Android hin- und wieder zeigt. Aber ich kann mich natürlich auch täuschen. Den Android-PaleMoon gibts im Forum.

Wichtig: Die Androidversion ist momentan als instabil gekennzeichnet und sollte nur zum Testen verwendet werden. Benutzung auf eigenes Risiko.

Wer Fehler findet, sollte sie im Forum melden.

BTW: Was mich ziemlich fasziniert hat ist, wie einfach die Synchronisation auch zwischen den unterschiedlichen PaleMoons geklappt hat. Am PC einfach die im Androidbrowser angezeigte Zahlen-/Buchstabenkombination eingeben und schon werden die Daten synchronisiert. Wüsste gern, wie das funktioniert, zumal der Androidbrowser nicht wissen kann, dass ich einen eigenen Server für die Synchronisation einsetze.

Wie es mit dem Pale Moon-Browser weitergeht

Die neue Firefoxversion von letztens, die neben der neuen Oberfläche auch eine neue Möglichkeit der Synchronisation mitbringt ist ja nun mit der Methode, die Lesezeichen, Einstellungen usw. die ich letztens mal beschrieben hatte, nicht mehr kompatibel.

Nicht nur ich habe mich sicherlich gefragt, inwiefern diese Änderungen den alternativen Pale Moon-Browser betreffen. Nun hat der Pale Moon-Entwickler einige Fragen diesbezüglich beantwortet und ein paar Dinge klar gestellt. Ich bin so frei, sie mal zu übersetzen:

  • Pale Moon steht in keiner partnerschaftlichen Beziehung mit der Mozilla Corporation (kommerziell) oder der Mozilla Foundation (Non-Profit)
  • Pale Moon wird mit der vertrauten Oberfläche kontinuierlich weiterentwickelt. Das neue Australisdesign des Firefox ab 29 wird es in Pale Moon nicht geben
  • Pale Moon wird auch künftig von Haus aus keine DRM-Inhalte unterstützen (Anm. von mir: wie Mozilla das für den Firefox vor ein paar Tagen angekündigt hatte) Wer DRM-Inhalte anschauen will, muss sich das entsprechende Plugin selbst installieren
  • Pale Moon wird auf der Schnellwahlseite (Quickdial) keine Werbung einblenden
  • Pale Moon erhält die neuesten sicherheitsrelevanten Patches von Firefox. Keine Bange wegen der 24er Versionsnummer, die nur wegen der Addonkompatibilität so heisst.
  • Pale Moon (inkl. der 64 Bit-Version) enthält nur Quellcode aus dem Release und keinen experimentellen oder instabilen aus Nightly-Versionen
  • Und zum Schluss, weil es viele Leute immer wieder behaupten: Pale Moon ist kein einfacher Nachbau des Firefox mit einigen Anpassungen. IN das Programm sind mittlerweile so viele Änderungen eingeflossen, dass man bei Pale Moon von einer divergenten Alternative zu Firefox sprechen kann, die man nicht so ohne Weiteres mit ihm vergleichen kann.

Das sind doch ein paar Aussagen, mit denen der Umsteigewillige etwas anfangen kann und mich bestärken, erstmal weiter beim Pale Moon zu bleiben.

Die Erde als Desktophintergrund

Ich wechsle relativ oft das Hintegrundbild des Windowsdesktops. Daher bin ich immer wieder auf der Suche nach schönen Hintergrundbildern.

Gestern bin ich auf das Tool DesktopEarth gestoßen, dass die Weltkugel mit aktueller Tag/Nachtansicht auf den Desktop bringt:

Die Erdkugel als Hintergrundbild
Die Erdkugel als Hintergrundbild

Dabei wird das Bild in regelmäßigen Abständen aktualisiert, sodass man immer sieht, wie die Tag-/Nachtverteilung ist. Das geht von stündlich hinunter bis zur Aktualisierung aller einer Minute. Wer will, kann auch die aktuelle Wolkensituation einblenden.

Einstellungen von Desktop Earth

Verschiedene Darstellungsarten und die Möglichkeit, den Bildausschnitt zu wählen, runden das kostenlose Programm ab, dass es momentan nur für Windows gibt. Versionen für OS X und Android sind in Planung, der Entwickler bittet um eine Spende.

Die Daten basieren übrigens auf den Blue Marble Next Generation– und Visible Earth-Projekten der NASA. Das generierte Hintergrundbild ist mit 33 Megapixeln auch für 4K-Monitore geeignet.

PC per Tablet oder Smartphone fernsteuern

Ich besitze keinen Fernseher. Wann immer ich einen Film schauen möchte, muss ich das über meinen PC laufen lassen. Ich kann den Monitor umdrehen und dann entspannt vom Sofa schauen. Leider habe ich nur eine Kabelmaus, sodass es recht schwierig ist, den PC zu bedienen, wenn ich beispielsweise schnell mal den Ton umschalten oder den Mediaplayer maximieren will.

Vor ein paar Tagen bin ich auf die AndroidApp UnifiedRemote gestoßen, mit der sich der PC fernsteuern lässt. Entweder per Softwaremaus oder mittels an einzelne Programme angepasste Softwarefernbedienungen.

UnifiedRemote

 

Damit die Fernsteuerung funktioniert, muss auf dem Zielrechner ein Remoteserver installiert werden, der die Befehle von der App auswertet und an das entsprechende Programm weiterleitet. Dabei lässt sich die Kommunikation zwischen App und Server verschlüsseln.

Für eine Vielzahl von Programmen werden existierende Fernbedienungen mitgeliefert. So lassen sich von Haus aus viele Mediaplayer bedienen, aber es gibt auch Fernbedienungen für Datei- oder Taskmanager oder das Starten von Programmen. UnifiedRemote kann auch Infrarot- und Funkhardware unterstützen, um HiFi-Geräte oder Funktsteckdosen zu schalten.

Die kostenlose Version reicht in der Regel aus, um einen PC per Maus und Tastatur zu steuern. Wer allerdings eigene Fernbedienungen bauen will, Widgets braucht, die Befehle per Stimme auslösen will oder die Unterstützung für IR- oder Funkhardware braucht, kommt nicht um die Pro-Version herum, die ist mit 3,49 € verhältnismäßig preiswert ist.

UnifiedRemote gibts momentan für Android und WindowsPhone. Eine App für iOS ist aktuell im Betatest, wie auch die passenden Server für MacOS und Linux.