Automatisches Backup vom Webspace

Gerade durch den Ausfall eines meiner Server in den letzten Tagen ist mir wieder sehr bewusst geworden, wie wichtig Backups sind. Meist merkt man das ja erst, wenn sie gerade nicht da sind.

Hier auf dem Blog läuft beispielsweise wöchentlich ein Datenbankbackup, was mir automatisch zugemailt wird. Trotzdem ist es wichtig, auch die Dateien hier auf dem Webspace zu sichern. Das wären die Plugins oder das Theme oder ganz wichtig die Bilder.

Natürlich kann man das von Hand machen, aber viel bequemer ist es doch, wenn man das automatisieren kann. Also habe ich in den letzten Tagen x Programme ausprobiert und gesucht und getestet. Auf dem Freeware und Open Source-Sektor gibt es ganz wenige Programme, die ein automatisches Backup von einem FTP-Server machen. Um genau zu sein, gibts scheinbar nur eins: WebSynchronizer.

Das englichsprachige Programm liegt in Version 1.5 vor und wird wohl seit Anfang 2007 nicht weiterentwickelt. Aber es macht seine Sache sehr gut. Und das ist vorallem das Synchronisieren zwischen zwei Verzeichnissen, die wahlweise lokal auf dem Rechner liegen können oder auch auf dem FTP-Server.

Welche Einstellungen man setzen muss, wenn man den eigenen Webspace regelmäßig sichern will, beschreibe ich jetzt mal:

  • zunächst muss mittels „Add Task“ ein neuer Task (eine Aufgabe) angelegt werden
  • im Dialog wählt man nun „Local computer folder and remote folder“
  • im nächsten Fenster dann den ersten Punkt: „(Synchronize) Synchronization on both or one direction“
  • anschließend wird der Pfad eingegeben, wohin der Inhalt des Webspaces gesichert werden soll
  • im nächsten Fenster wird das FTP-Verzeichnis angegeben. Zu diesem Zwecke wählt man „Servers list“, um einen Zugang anzulegen. Bei „File operations“ wählt man „Do not change content of the folder, download newest files“ aus, damit immer nur die neuesten Dateien auf dem Webspace heruntergeladen werden
  • Zum Schluss bekommt der Task noch einen Namen und mit „Fertig stellen“ ist er in der Liste drin

Jetzt kann dieser Task gestartet werden und zwar über „Synchronize“ aus der Symbolleiste. Wählt man „Tasks > Advanced actions > Preview“ aus der Menüleiste aus, so schaut das Programm zunächst auf dem Webspace nach, ob sich was geändert hat und zeigt diese Änderungen nur an. Als Nebeneffekt bekommt man so auch eine Übersicht, wieviele Daten in MB auf dem Webspace liegen. Danach kann der Synchronisierungsvorgang gestartet oder abgebrochen werden.

Mithilfe eines Zeitplaners (Scheduler) kann jeder Task um eine bestimmte Uhrzeit ausgeführt werden. Es ist auch möglich festzulegen, ob der Task täglich oder nur alle paar Tage ausgeführt wird. Damit das funktioniert, muss das Programm allerdings die ganze Zeit laufen. Man kann es mit Windows automatisch mitstarten lassen, aber eleganter ist es, wenn man es über den windowseigenen Taskplaner aus der Systemsteuerung kurz vor Ausführung der Tasks starten lässt. Dann würde es beispielsweise um 19:59 Uhr starten und um 20:00 Uhr mit der Synchronisierung beginnen.

Noch ein paar Hinweise:

Wenn der Webspace über ein „httpdocs“-Verzeichnis verfügt, muss in den Servereinstellungen dieses Verzeichnis unter „Adress“ mit angegeben werden. Hier mal ein Beispiel: ftp://domain.de/httpdocs

Man kann auch mehrere Tasks gleichzeitig über den Scheduler starten.

Damit die Synchronisierung reibungslos klappt, wird in jedem Root-Verzeichnis eine XML-Datei namens „WebSynThunk.xml“ angelegt.

Chromiumbuffens

Wer Googles Chromebrowser nett fand, aber Bedenken wegen der vielen Dinge hatte, die mehr oder weniger automatisch an Google gesendet wurden, kann sich mal den SRWare Iron anschauen.

Dieser Browser basiert auf den offenen Quellen (Chromium), die auch von Chrome benutzt werden, nur ohne den Nachgeschmack der Ausspähfeatures. Selbst die Möglichkeit, den Browser im Kioskmodus zu betreiben sind enthalten.

[via]

Einheiten umrechnen

Wer immer mal von und/oder in verschiedene Einheiten umrechnen muss, ist mit dem Programm „Units!“ sehr gut bedient.

units

Das Programm unterstützt momentan 1001 Einheiten, die in 39 Kategorien sortiert sind. So wusste ich beispielsweise nicht, dass es tatsächlich eine Maßeinheit namens „Moment“ gibt, die genau 90s dauert. Es gibt also viel zu entdecken.  Units! ist Freeware und auf deutsch.

Weil das Programm nicht mehr weiterentwickelt wird (Stand 2016), ist keine Währungsumrechnung mehr möglich. Der Rest funktioniert jedoch nach wie vor.

Audio-Dateien: Titel in Interpret/Titel aufteilen

Wenn du öfter Kompilationen einrippst und die Titelinformationen aus dem Netz beziehst, hast sicher schon oft das Problem gehabt, dass Interpret und Titel der jeweiligen Lieder komplett im Titel-Tag in den ID3-Informationen stehen. Das sieht dann so aus:

mp3tag_aktion_split01

Das kannst du so lassen, allerdings wirst damit leben müssen, dass der Interpret bei einigen Alben „Various“ oder bei anderen „Verschiedene“ heisst. Warum nicht einfach die Informationen, die ja da sind, in die entsprechenden Felder eintragen? Sorgt zusätzlich für Übersicht und du siehst, welche Lieder von welchem Interpreten kommen. Unabhängig vom Album. Ein Programm vorausgesetzt, was die ID3-Tags verwalten kann.

Bliebe die Frage, wie das Ganze umzuwandeln ist? Natürlich kannst du das „zu Fuß“ machen. Aber wesentlich einfacher ist es, ein Programm damit zu beauftragen. Das geht wesentlich schneller. Alles, was du dazu benötigst ist das Programm „Mp3tag„.

In Mp3tag kannst du sog. Aktionengruppen anlegen. Das können eine oder mehrere Aufgaben sein, die auf die ausgewählten Dateien angewendet werden sollen. Natürlich musst du dir zunächst eine neue Aktiongruppe anlegen, die den Interpreten und Titel aus dem „Title“-Tag herausholt und in die entsprechenden Felder schreibt. Und das geht so:

Markiere zunächst die Dateien, um die es geht. Wähle dann den Menüpunkt „Konverter -> Aktionen“ aus:

mp3tag_aktion_split02

Erstelle eine neue Aktionengruppe indem du oben rechts auf das erste Symbol klickst. Gibt einen aussagekräftigen Namen ein. Jetzt siehst du ein Fenster in dem du wiederrum über den ersten Knopf rechts oben Aktionen einfügen kannst. In diesem Beispiel brauchst du nur eine Aktion, nämlich diese: „Tag-Felder importieren„. Wenn du diese Aktion ausgewählt hast, erscheint ein neuer Dialog, der Quellformat und Formatstring abfragt. Bei Quellformat gibst du den ID3-Tag an, in dem der Text steht, den du splitten willst. In unserem Falle ist das %title%. Bei Formatstring gibst du an, was wie geteilt werden soll. Also einfach das, was in dem ID3-Tag drinsteht: %artist% / %title%:

mp3tag_aktion_split03

Zum Schluss bestätigst du alle Dialoge mit „OK“. Wenn du den letzten Dialog schließt (also den, in dem die ganzen Aktionengruppen gelistet sind), dann wird die angekreuzte Aktionengruppe ausgeführt. Du solltest also vorher dort noch einen Haken dran machen und den Haken bei anderen Aktionengruppen entfernen. Das Ergebnis sieht dann so aus:

mp3tag_aktion_split04

Wie du siehst, hat das funktioniert. Leider habe ich diesen Tipp zu spät gefunden, er hätte mir sehr viel Arbeit erspart. Wenn er dir geholfen hat, würde ich mich über einen Kommentar deinerseits freuen. 🙂

Inkscape entwickelt sich

Wer in Sachen Inkscape immer auf dem Laufenden sein möchte, kann sich die Nightlys runterladen. Das sind Versionen, die jeden Tag (oder eben nachts) für die verschiedenen Betriebssystem kompiliert werden. Dort sind neue Funktionen eingebaut, die allerdings auch fehlerhaft sein können. Dennoch sind die Nightly-Builds eine schöne Möglichkeit, den einen oder anderen Blick auf neue Funktionen zu werfen.

IMAP mit Google Mail

Google Mail kann jetzt auch IMAP. Um das einzustellen, muss man erstmal die Sprache in den Einstellungen auf „English“ umstellen. Dann gibts ebenda einen Punkt „Forwarding and POP/IMAP“, wo man ganz unten IMAP ein- bzw. ausschalten kann. Auf der entsprechenden Hilfeseite stehen die Serverkonfigurationswerte. Nach Abschluss der Konfiguration kann die Sprache wieder umgestellt werden.

Da ich sämtliche E-Mailkonten, die ich habe, auf Google Mail umleiten lasse, habe ich mir für jedes E-Mailkonto einen Filter eingerichtet, der den E-Mails automatisch entsprechende Labels verpasst. Das deshalb, weil jedes Label als IMAP-Ordner zur Verfügung steht. So kann ich jederzeit sehen, auf welcher E-Mailadresse neue Nachrichten angekommen sind. Zu guter Letzt habe ich im Thunderbird für jedes E-Mailkonto noch den Postausgangsserver konfiguriert, sodass ich die Antworten direkt über das entsprechende Konto versenden kann. So hole ich die Mails mit Google Mail und versende sie mit dem Originalkonto.

Windows Mediaplayer 11 auf deutsch

Die elfte Version des Windows Mediaplayers ist seit heute auf deutsch verfügbar.

Neu ist neben der Unterstützung von Streamingclients auch die Anzeige der Alben. Ist alles sehr übersichtlich, wie ich finde. Die Suchfunktion soll verbessert worden sein. Eine Anbindung an Onlineshops ist auch vorhanden, man muss sie aber nicht einrichten. Das Installationspaket ist 24MB groß und überprüft beim Installieren, ob man im Besitz einer gültigen Windowsversion ist.

via Golem

Weaverslave

Wenn ich Webseiten und/oder -projekte entwickle, benutze ich gern den Quelltexteditor Weaverslave.

weaverslave

Ich mag Weaverslave besonders wegen der ausgefeilten Suchen- und Ersetzen-Funktion, die einfach und genial zu bedienen ist. Ansonsten bietet der Editor alles, was man sich von einem modernen Quelltexteditor wünscht. Weaverslave lässt sich mit Plugins aufrüsten, aber auch selbst geschriebene Skripte können eingebunden werden. Und das Beste: Weaverslave ist kostenlos, wer möchte kann jedoch dem Autor eine Spende zukommen lassen.

Mittlerweile (2016) ist Weaverslave relativ überholt. Das Programm funktioniert zwar auch noch unter Windows 10, allerdings sind diverse Dinge veraltet (z.B. nutzt die Oberfläche kein Cleartype). Ich lasse den Beitrag wegen dem Downloadlink trotzdem drin.