Zehn Jahre

Zwischen beiden Bildern liegen rund zehn Jahre. Das linke Bild habe ich am 3. Oktober 2002 aufgenommen und das rechte am 20. August 2012. Beide zeigen ein Haus in Veli Losinji, was mich schon damals beeindruckt hat. Spannend fand ich, dass es sich in den letzten zehn Jahren nicht wirklich verändert hat.

Kroatien

Von Mitte bis Ende August hatte ich nochmal die Gelegenheit für ein paar Tage Kroatien. Ich hatte ja bereits ein paar Mal vom Zeltplatz aus gebloggt, dies aber aufgrund des wackeligen WLANs sein lassen. Hier nun meine Bilder, wieder garniert mit einigen Berichten.

Zunächst ein paar Fotos von der Fährfahrt und dem Weg nach Osor, auf dem sich unser Zeltplatz befand:

Osor

Osor liegt genau auf der Grenze der Inseln Cres und Losinj. Wobei die Inseln nicht immer existiert haben. In der Antike gab es nur eine Insel, die erst durch die Römer durch den Bau eines strategischen Kanals getrennt wurde. Zu Beginn des 11. Jahrhunderts gab es in Osor außerdem ein ziemlich großes Kloster (St. Peter), von dem heute nur noch die Ruinen der Klosterkirche stehen. Seit 2006 wird hier geforscht, welchen Einfluss das von Bischof Gaudentius errichtete Kloster hatte. In Mittelalter war Osor mit rund 30000 Einwohnern außerdem ziemlich groß. Das kann man sich kaum vorstellen, vorallem wenn man bedenkt, dass heute nur noch rund achtzig Leute dort leben.

Zweimal am Tag, nämlich um neun Uhr früh und um fünf Uhr nachmittags wird die Brücke, die beide Inseln miteinander verbindet, geöffnet, damit die größeren Boote und Schiffe durchfahren können. Wie das aussieht, habe ich auf diesem Video festgehalten:

Mali Losinj

Mali Losinj ist die Hauptstadt der Insel Losinji und eine sehr schöne, erst auf den zweiten Blick erkennbare größere Stadt. Tagsüber ist nicht so viel los, erst nach Sonnenuntergang kommen die fliegenden Händler und die Leute aus ihren Löchern gekrochen und beleben den Hafen. Interessant finde ich, dass Mali Losinj eigentlich „Klein Losinj“ heisst, aber größer als Veli Losinj (Groß Losinj) ist.

Als wir am ersten Abend in Mali Losinj waren, haben sich drei Gitarrenspieler auf einem Balkon gesetzt und gespielt. Das klang sehr schön und passte hervorragend zum lauen Sommerabend. Vom ersten Lied habe ich einen Mitschnitt gemacht:

Veli Losinj

Vor fast genau zehn Jahren war ich das letzte Mal in Veli Losinj, einer kleinen Hafenstadt am südlichen Ende der Insel Losinj. Damals hatte ich gerade meine erste Digitalkamera gekauft und entsprechend einige Fotos überwiegend aus Veli Losinj gemacht. Einige dieser Fotos hingen mir im Hinterkopf, als ich diesmal durch Veli gegangen bin. Ich habe beispielsweise lange nach einem bestimmten Haus gesucht und es letztlich auch gefunden. Wenn ich die Bilder von damals mit den heutigen vergleiche, staune ich schon sehr, welchen Fortschritt es im Bereich der Digitalfotografie gab. Wobei meine Kamera schon fünf Jahre auf dem Buckel hat.Und natürlich fotografiere ich zehn Jahre später auch anders.

Ustrine

Ustrine ist eine kleine Siedlung auf Cres auf rund 180m Höhe. Hier hat man einen wundervollen Ausblick in Richtung Westen. Um zum Strand zu kommen, muss man einen ziemlich steilen, rund 1km langen Weg hinunter laufen (und später wieder hinauf). Bei Ustrine haben wir immer unseren Wasservorrat aufgefüllt, denn über die Insel verstreut sind ein paar Wasserhähne, die das Wasser aus dem Vrana-See beziehen, wie übrigens auch der Rest der Haushalte auf der Insel Cres.

Unwetter

Zwei Tage bevor wir wieder abgefahren sind, gab es ein Unwetter, was von der Bora, einem starken Wind ausgelöst wurde. Los ging es gegen Mittag, als einige richtig heftige Böen über Osor zogen. Im Hafen (bzw. im Kanal) wurde unter großer Anstrenung ein Katamaran fest gemacht, der später aufgrund der großen Strömung im Kanal kenterte. Was für eine Aufregung! Nachdem der folgende Nachmittag wieder sehr ruhig verlaufen ist, zogen am Abend heftige Gewitter aus dem Norden auf. Ich habe versucht, sie im Bild festzuhalten. In der Nacht hat es zwar nicht geregnet, dennoch sorgte der starke Wind dafür, dass die Nacht nicht besonders erholsam war.

Insgesamt war es aber ein sehr erholsamer und heißer Urlaub. Wir hatten tagsüber meist Temperaturen von um die 35°C und nachts rund zehn Grad weniger. Ich vermisse jetzt das tägliche Baden (und Tauchen) im Meer, freue mich aber, dass es hier in Gera nachts kühl ist.

Dänemark

Anfang August hatte ich die Gelegenheit, eine Woche in Dänemark in einem Ferienhaus zu verbringen. Leider war es temperaturmäßig nicht allzu warm (max. 20°C). Und in der zweiten Wochenhälfte verhinderte ein hohes Quallenaufkommen jegliches Baden in der Ostsee.

Ein paar Fotos sind auch rausgesprungen, von denen ich hier die schönsten zeigen und noch was dazu erzählen möchte.

Die folgenden Bilder habe ich in Nysted aufgenommen, einer kleinen Hafenstadt im Süden Lollands, in dem sich einige Haikutter zu einer Regatta getroffen haben. Demzufolge sind auf den ersten Fotos ein paar Details der Haikutter zu sehen.

Die restlichen zeigen ein paar Ansichten aus Nysted selbst. Wer mal in der Gegend ist, kann sich Nysted ruhig mal ansehen. Ist sehr schön dort.

Die nächsten Bilder habe ich auf einem Ausflug aufgenommen, der mich über Horbelev, in dem es einen schönen Friedhof nebst Kirche gibt (die mich schon etwas an die Kirche in „Adams Äpfel“ erinnert hat) über Hesnæs (dort fand ich die Hafenregeln so nett formuliert) nach Stubbekøping geführt hat. Geplant hatte ich es nicht, weil ich meine Ausflüge nie plane. Ich lasse mich meist treiben. In Stubbekøping, das eine schöne Innenstadt mit den so typischen kleinen, dänischen Häusern hat (wie gern würde ich mir mal eins von innen anschauen) hat mir eine Frau einen schönen Platz gezeigt, an dem ich die Stadt sehen kann, ohne den hässlichen Speicherturm, der dort massiv das Stadtbild bestimmt.

Für die letzten Bilder bin ich am Abreisetag früh morgens kurz nach Sonnenaufgang losgezogen, um nochmal ein paar Fotos zu machen. Und hier hatte ich auch das schönste Erlebnis dieser Reise. Als ich da so auf dem Weg auf dem dritten Bild entlanglief, sah ich jemanden auf dem Balkon eines der Ferienhäuser, die sich direkt am Strand befinden, sitzen. Kurz darauf stieg mir der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee in die Nase um einen Moment später vom Duft einer brennenden Pfeife abgelöst zu werden. Einfach herrlich!

Oldtimergespanne

Diese beiden Gespanne habe ich vor rund zehn Jahren irgendwo in Schweden auf einem Rastplatz gesehen und fand sie spontan beeindruckend. Vorhin habe ich sie beim Einscannen von Negativen entdeckt und musste sie euch sogleich zeigen.


Das für mich faszinierende an beiden Gespannen war eigentlich, dass sie von jungen Familien gefahren wurden und nicht, wie ich erst vermutet hatte, von älteren Herrschaften. Was das für Karren sind, habe ich allerdings vergessen.

Update: Erstaunlich, wie unterschiedlich doch die Nachbearbeitungen ausfallen. Ist mir bei der direkten Bildbearbeitung gar nicht aufgefallen.

Zeitz

Heute war ich mit Freunden in Zeitz. Dort haben wir uns u.a. das Führungsgangsystem angeschaut. Dabei handelt es sich um mittelalterliche Lagerungskeller für Bier. In einer dreiviertel Stunde erläuft man etwa 350m dieser Keller.

In Zeitz befindet sich auch rund 20 Jahre nach der Wende noch viel unsanierte Bausubstanz. Unter anderem eine Kirche, in die mal ein Blitz eingeschlagen hat und die heute gänzlich verlassen und ziemlich baufällig ist. Dennoch ist es sehr spannend, da drin zu stehen und das Gebäude auf sich wirken zu lassen. Mir kamen spontan Gedanken an gregorianische Mönchsgesänge. Merkwürdig.

Ein paar Fotos habe ich auch gemacht.

Jedenfalls lohnt sich Zeitz auch mal zur grüneren Jahreszeit. Ich nehme mir das allerdings auch schon seit Jahren vor. Vielleicht klappts ja mal?

Eisenbahnverrückt und das größte Kofferhotel der Welt

Nachdem ich letztens im Rahmen unseres monatlichen FixFoto-Arbeitskreises in Amerika war, was zugegebenermaßen nur der erste Treffpunkt war, haben wir unser Treffen im Prellbock in Lunzenau fortgeführt.

Der Prellbock ist eine kleine Kneipe eines umtriebigen Eisenbahnfans, der auf seinem Grundstück allerlei Dinge zum Thema Eisenbahn versammelt.  Neben einer Diesellok, verschiedensten Schildern, einer Sammlung von Eisenbahnermützen, steht sogar das ehemalige Bahnhofsgebäude von Obergräfenhain aus der Nähe von Altenburg dort. Drin finden regelmäßig Ausstellungen statt.

Eine Besonderheit des Prellbocks sind ist das einzige — und damit größte — Kofferhotel der Welt. Ein Kofferhotel besteht aus einer Kiste, in der sich jeweils ein Doppelstockbett, eine Waschgelegenheit und eine Toilette befindet. In der ZDF-Mediathek gibts auch einen kurzen Film, der das Kofferhotel vorstellt. Und seit diesem Jahr gibts noch ein zweites.

So, nun aber zu meinen Fotos. Diesmal hatte ich nur die kleine Kamera mit, mir aber im Nachhinein gewünscht, ich hätte die SLR mitgenommen.

Achja, und wie im Amerikaartikel geschrieben: Das Essen im Prellbock war echt spitze.

Mein Ausflug nach Amerika

Gestern war ich in Amerika:

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Amerika liegt an einem Fluß:

Über diesen Fluß führt eine Brücke:

Es gibt auch einen Bahnhof in Amerika:

Und sogar Streetart. Hier eine Urform des Graffiti:

Leider war das Wetter in Amerika nicht besonders schön. Aber das Essen war dafür umso leckerer. Aber das ist einen zweiten Artikel wert. 🙂