Dabbeljuh Pieh El Dschey — Power Neinti Feif

Ok, in Wirklichkeit heißt die Überschrift „WPLJ – Power 95“ und sie bezeichnet eine größere Radiostation in New York.

Ich habe gerade beim Aufräumen eine Kassette gefunden, die mein Onkel irgendwann in den Achtzigern in New York aufgenommen hat. Das genaue Jahr weiß ich nicht, vielleicht kann mir das einer sagen? Die Aufnahme insofern was Besonderes, weil wir damals ja die Grenzen der DDR nicht verlassen durften. Nur einige Leute, darunter auch mein Onkel, der als Musiker im Rahmen einiger Konzertreisen des Gewandhauses Leipzig, auch damals schon weit in der Welt herum kam.

Und damit ist diese Kassette — wie ich weiß, gibt es noch eine oder zwei andere von dieser Session — sehr mit Erinnerungen behaftet. Es hatte vorallem zu Ostzeiten etwas beinahe verbotenes ansich, mit dem Auto durch die Gegend zu fahren und im Radio Musik aus einer New Yorker Radiostation zu hören. 🙂

DRadio Wissen

Grad drüben bei Markus gelesen, dass ab Montag (18.01.10) früh um sechs ein neuer Radiosender an den Start geht.

Wenn ich das richtig verstanden habe, gehts dort grob gesagt um Wissenschaft und Medien und wie das Ganze in unsere Zeit passt. Das alles garniert mit eigenem Sound. Auf der offizellen Webseite gibts einen Audiotrailer, eine Programmvorschau und ein paar weitere Infos dazu. Außerdem bloggt und twittert die Redaktion. Bei Markus gibts auch noch ein paar Infos über die Hintergründe.

Ich bin sehr gespannt. DRadio Wissen wird via Internet, DAB und Astra zu empfangen zu sein. Für eine UKW-Frequenz wird das Budget nicht gereicht haben. Aber wenns ein Erfolg wird, könnte ich mir vorstellen, dass sie irgendwann noch kommt.

Anders fernsehen

Jeder kennt die Berichte, dass man sich früher in den Anfangszeiten des Radios abends vor dem Radio versammelt hat, um bestimmte Sendungen, vielleicht aus fernen Ländern, anzuhören und neue Dinge zu lernen oder sich einfach unterhalten zu lassen. Nun, das Radio ist mittlerweise überwiegend zur Dudelei verkommen und auch im Fernsehen gibt es selten Perlen zu sehen, das Meiste ist nur überflüssiger Kram.

Aber um die Perlen rauszufinden, muss man sich durch den Dschungel der Programmzeitschriften wühlen oder auf den Homepages der Sender nachschauen. Damit das ein Ende hat, gibt es ein Kozept für eine ganz neue Programmzeitschrift, die genau die Perlen raussucht, die andere Fernsehzeitschriften nur auflisten. Der Name der Zeitschrift ist schlicht „PROGRAMM – Magazin für Fernsehen und Kultur„.

Wer sich jetzt wundert, dass er sie noch nicht am Kiosk gesehen hat: Keine Bange, die Zeitschrift gibt es momentan noch nicht. Nur das Konzept. Und eine Aktion, bei der man eine Absichtserklärung hinterlassen kann, die Zeitschrift bei Erscheinen zu abonnieren. Es hat sich nämlich bisher kein Verlag gefunden, der diese Programmzeitschrift rausbringen will. Auf der Homepage dazu gibts ein paar Screenshots eines Dummies und weitere Informationen.

Ich finde das Konzept sehr interessant, weil es das Fernsehen und Radiohören wieder auf den Punkt bringt, den ich oben geschrieben habe. Nämlich gezieltes anschauen (oder anhören) von Sendungen und weg von der Dauerberieselung. Und wer das auch denkt, kann sich an der Abo-Aktion beteiligen.

[via Markus und Liisa]

Wumbaba oder Leberwurst?

Vielleicht kennt der eine oder andere das Buch vom weißen Neger Wumbaba? Für die, die es nicht kennen: Dieses Buch handelt vom Falschverstehen von Liedern und Gedichten. Der weiße Neger Wumbaba steht in Wirklichkeit für die Textzeile: „Der weiße Nebel wunderbar“ aus dem Lied „Der Mond ist aufgegangen“.

In die gleiche Kerbe haut Radio Salü aus dem Saarland mit dem Lewwerwurschdlied. Da werden Lieder vorgestellt, bei denen man teilweise interessante Sache raushört. Für den Text „Hol ihn, hol ihn unters Dach“ aus Pink Floyds „Another Brick In The Wall“ gibts ja schon einige Stories, aber wer hätte gedacht, dass es dort auch um Pudding geht. Oder dass Cheryl Crow vom Mann im Bad singt? Oder Billy Idol von Fische bratenden Hasen?

Radiotipp: Bestattungsrituale und Friedhöfe

Am 24. November, also jetzt am Samstag gibts im D-Radio Kultur ab 00:05 Uhr eine lange Nacht zum Thema „Bestattungsrituale und Friedhöfe„.

Ich zitiere mal:
„…Wer glaubt, dass im Tode alle gleich seien, sieht schnell: Wie im Irdischen ruht man im Ewigen edel und monumental oder der Tod schreibt die Armseligkeit des Lebens im Verborgenen fort. Lange war die Sargbestattung mit christlichem Begräbnis auf einem Friedhof in Deutschland selbstverständlich. Heute stehen nicht nur Eichensarg und Grabstein zur Disposition, auch die Rituale der Beerdigung ändern sich, und die preisgünstige Urnenbestattung, die anonyme Beisetzung in namenlosen Rasengräbern werden immer populärer…“

Als interessiertem Leser des Bestatterweblogs, werde ich mir die Sendung anhören. Achja, die Sendung wird um 23:05 Uhr des selben Tages im Deutschlandfunk wiederholt.